Unter die Arbeitsplatte bekommen — Hamburg und Umland

Die Waschmaschine ist zu hoch für die Arbeitsplatte? Erst messen, dann den Deckel

Mann misst mit dem Zollstock den Abstand zwischen Waschmaschine und Unterkante der Arbeitsplatte in einer Küchennische

Eine freistehende Waschmaschine ist mit Deckel 85 cm hoch, eine Nische unter der Arbeitsplatte misst in vielen Küchen nur 82 bis 84 cm — es fehlen also ein bis drei Zentimeter, und genau die belegt der Deckel. Bei den meisten Frontladern lässt er sich abnehmen und durch ein flaches Unterbaublech ersetzen, das der Hersteller als Zubehör führt. Danach steht dieselbe Maschine bei rund 82 cm und passt.

Entscheidend ist die Reihenfolge: zuerst die Nische und die Maschine wirklich messen, dann prüfen, ob der Hersteller den Unterbau für dieses Modell freigibt. Fehlen mehr als drei Zentimeter, hilft der Deckel allein nicht mehr — dann geht es um die Füße, den Sockel oder einen anderen Aufstellort. Und ein Toplader wird nie unterbaufähig, weil die Klappe oben die Bedienung ist.

Warum es nicht passt — vier Gründe, vom Häufigen zum Seltenen.

Der Deckel belegt die fehlenden Zentimeter

Der Normalfall. Freistehende Frontlader werden mit 85 cm angegeben, die Nische unter einer Standard-Arbeitsplatte liegt meist bei 82 cm. Die Differenz steckt in der Deckplatte und in den Leisten darunter. Nimmt man sie ab und setzt das Unterbaublech des Herstellers ein, sinkt die Bauhöhe auf etwa 82 cm — das reicht in den allermeisten Küchen.

Die Füße stehen weiter heraus als nötig

Ab Werk sind die vier Stellfüße oft nicht ganz eingedreht, das kostet einen halben bis einen Zentimeter Höhe. Ganz nach unten dürfen sie trotzdem nicht: Die Maschine muss danach immer noch in beide Richtungen in der Waage stehen und rundum Luft zur Arbeitsplatte haben, sonst überträgt sie beim Schleudern jede Schwingung in die Küchenzeile.

Die Maschine ist gar nicht unterbaufähig

Toplader scheiden grundsätzlich aus, weil die Beladung oben liegt. Dazu kommen einzelne Frontlader — häufig Waschtrockner und Modelle mit gerundeter oder aufgeklebter Deckplatte —, bei denen der Hersteller kein Unterbaublech anbietet und das Abnehmen ausdrücklich untersagt. Dann ist der Unterbau keine Frage des Aufwands, sondern schlicht nicht vorgesehen.

Nicht die Maschine ist zu hoch, die Nische ist zu niedrig

In Altbauküchen sitzt die Arbeitsplatte oft tiefer als die heutigen 90 cm, oder ein nachträglich verlegter Bodenbelag hat die Nische um zwei Zentimeter verkleinert. Dann fehlen plötzlich vier oder fünf Zentimeter, und die Rechnung geht auch ohne Deckel nicht auf — hier ist die Küche der Ansatzpunkt und nicht das Gerät.

Das können Sie selbst prüfen — ohne Werkzeug und ohne Risiko.

  1. Die Nische an drei Stellen messen — links, rechts und mittig, jeweils vom Boden bis zur Unterkante der Arbeitsplatte. Der kleinste Wert zählt, nicht der bequemste.
  2. Die Maschine mit dem Zollstock nachmessen statt dem Datenblatt zu glauben: 85 cm ist die Angabe mit Deckel, die tatsächliche Höhe hängt an der Stellung der Füße.
  3. Im Handbuch oder auf der Produktseite nach den Stichworten „unterbaufähig“, „Unterbausatz“ oder „Abdeckblech“ suchen — dort steht, ob der Hersteller den Unterbau für genau dieses Modell freigibt.
  4. Prüfen, ob es ein Frontlader ist: Bei einem Toplader erübrigt sich der Rest, weil die Klappe oben bedient werden muss.

Beim Abnehmen des Deckels endet der Selbsttest. Darunter liegen die Anschlüsse des Bedienfelds, und eine Maschine ohne Deckel und ohne Unterbaublech darf nicht in Betrieb gehen: Von der Arbeitsplatte tropfendes Wasser läuft dann direkt in die Elektrik. Auch das Einschieben in die Nische ist nichts für einen allein — ein Vollwaschautomat wiegt 65 bis 80 Kilo, und beim Schieben über die Füße reißen Zulaufschlauch und Ablauf gern mit.

Was wir übernehmen — und was nicht.

Wir sind ein Montage- und Anschluss-Service, keine Geräte-Reparaturwerkstatt. Das ist bei diesem Symptom die entscheidende Unterscheidung:

  • Nische und Gerät aufmessen und sagen, ob der Unterbau mit diesem Modell überhaupt möglich ist
  • Deckel fachgerecht abnehmen und das Unterbaublech des Herstellers nach dessen Vorgabe montieren
  • Maschine in die Nische einschieben, auf allen vier Füßen in beide Richtungen ausrichten und die Kontermuttern festziehen
  • Zulauf, Ablauf und Stromanschluss nach dem Rücken prüfen, mit Dichtigkeitsprüfung und Probedurchlauf
  • Umbauten an einer Maschine, für die der Hersteller keinen Unterbau freigibt — ein abgesägter oder verklebter Deckel ist kein Unterbau, sondern ein Garantiefall
  • Beschaffung eines Unterbaublechs, das es für das Modell nicht gibt; original bestellbare Sätze holen wir auf Wunsch mit
  • Kürzen oder Anheben der Arbeitsplatte, Ausbau der Küchenzeile und alles andere am Möbel selbst
Unterbaublech als Herstellerzubehoer im Karton, daneben die Schrauben und Halteclips fuer die Montage
Das Unterbaublech kommt als Zubehör des Herstellers — flaches Blech, Halteclips, Schrauben. Es ersetzt den Deckel, statt ihn nur wegzulassen.
Freistehender Siemens Frontlader in einer Hamburger Wohnung, vor dem Unterbau unter die Arbeitsplatte aufgestellt
Ein freistehender Frontlader wie dieser Siemens misst mit Deckel 85 cm. Ab Werk steht er damit rund drei Zentimeter zu hoch für die Nische.

In Hamburg — was hier anders ist.

Altbau

In Hamburger Altbauwohnungen ist die Nische selten das, was der Küchenkatalog annimmt: Arbeitsplatten sitzen häufig auf 86 bis 88 cm statt auf 90, und ein nachträglich verlegter Dielen- oder Vinylboden nimmt weitere ein bis zwei Zentimeter weg. Deshalb messen wir vor Ort und nicht nach Datenblatt — es entscheidet sich regelmäßig an einem einzigen Zentimeter, ob der abgenommene Deckel reicht.

Mietwohnung

In einer Mietwohnung ist der Unterbau eine Veränderung am eigenen Gerät und nicht an der Wohnung — der Deckel bleibt erhalten und wird mit dem Kleinteilbeutel aufbewahrt, damit die Maschine beim Auszug wieder freistehend aufgestellt werden kann. Alles, was die Küche selbst betrifft, etwa eine gekürzte Sockelblende, besprechen wir vorher, weil das an die Zustimmung der Vermieterin oder des Vermieters gebunden sein kann.

Grenzen des Anschlusses

Der Unterbau, das Einschieben und der komplette Anschluss sind unsere Arbeit — so stehen sie auch im Leistungsumfang unserer Waschmaschinen-Seite. Was im Gerät sitzt, ist es nicht: Gibt der Hersteller kein Unterbaublech frei, bauen wir nichts um, sondern sagen es Ihnen vor dem Termin. Dann ist die ehrliche Antwort ein anderer Aufstellort oder ein anderes Gerät und kein Umbau auf eigene Faust.

Was das kostet — und wovon es abhängt.

Kommt die Anpassung zusammen mit dem Anschluss, läuft beides in einem Termin: Die Waschmaschinen-Seite nennt dafür ab 60€, typischerweise in 30 bis 60 Minuten und mit Probedurchlauf.

Das Unterbaublech selbst ist Zubehör des Herstellers und wird nach Modell bestellt — es läuft wie auf der Waschmaschinen-Seite als Material zzgl., den verbindlichen Festpreis nennen wir vor Arbeitsbeginn.

Muss in einem Altbau der Anschluss erst nachgerüstet werden, ist das ein eigener Umfang — dieselbe Seite weist ihn mit ab 119€ aus.

Auf die Montage gibt es 5 Jahre Montagegarantie. Ein Umbau, den der Hersteller nicht freigibt, fällt nicht darunter — deshalb machen wir ihn auch nicht.

Häufige Fragen — rund um Höhe, Deckel und Unterbau.

Wie viel Höhe gewinnt man, wenn der Deckel abgenommen wird?

Je nach Modell ein bis drei Zentimeter. Aus 85 cm werden meist rund 82 cm — das ist genau die Höhe, für die eine Standard-Nische unter der Arbeitsplatte ausgelegt ist. Mehr ist über den Deckel nicht zu holen.

Darf die Maschine ohne Deckel und ohne Unterbaublech laufen?

Nein. Oben ist sie dann offen, und Wasser von der Arbeitsplatte läuft direkt in die Elektrik. Entweder sitzt das Unterbaublech drauf oder der Deckel bleibt dran.

Verliere ich die Garantie, wenn der Deckel entfernt wird?

Nicht, wenn der Hersteller den Unterbau für das Modell vorsieht und sein Unterbaublech verwendet wird — dann ist es der vorgesehene Weg. Ein abgesägter oder verklebter Deckel ist etwas anderes, und deshalb machen wir das nicht.

Woran erkenne ich, ob meine Maschine unterbaufähig ist?

Im Handbuch oder auf der Produktseite stehen die Stichworte „unterbaufähig“, „Unterbausatz“ oder „Abdeckblech“. Fehlen sie, ist der Unterbau für dieses Modell nicht vorgesehen. Nennen Sie uns die Modellnummer vom Typenschild, dann prüfen wir das vorab.

Geht das auch bei einem Waschtrockner?

Manchmal. Das Prinzip ist dasselbe, aber gerade bei Waschtrocknern bieten mehrere Hersteller kein Unterbaublech an. Das klären wir vor dem Termin am Modell und nicht auf Verdacht.

Und wenn auch ohne Deckel noch zwei Zentimeter fehlen?

Dann liegt es nicht am Gerät, sondern an der Nische. Übrig bleiben die Füße, eine gekürzte Sockelblende, eine angehobene Arbeitsplatte oder ein anderer Aufstellort. Wir sagen Ihnen beim Aufmaß, was davon in Ihrer Küche realistisch ist.

Kann ich einen Toplader unter die Arbeitsplatte stellen?

Nein. Die Klappe liegt oben und muss zum Beladen aufgehen — ein Toplader wird durch kein Zubehör unterbaufähig.
Termin in Hamburg

Passt die Maschine nicht unter die Platte? — wir messen und machen sie unterbaufähig.

Ein Foto der Nische und eines vom Typenschild genügen meist für eine Einschätzung, ob der abgenommene Deckel reicht und ob es für Ihr Modell ein Unterbaublech gibt. Festpreis nach kurzer Vorab-Prüfung, Hamburg und Umland, 5 Jahre Montagegarantie.

★★★★★ 4,9 ★ Google · 2000+ Küchen seit 2008
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